Abschlussbericht
Vom 12. Juni bis zum 13. August 2025 absolvierte ich im Rahmen des GJU Staff Mobility Program – Junior Researcher 2025 einen zweimonatigen Forschungsaufenthalt an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften der Universität Leipzig. Ziel war die Untersuchung von Mediation und Translation als didaktischer Methode im Fremdsprachenunterricht und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen der GJU und den deutschen Partnerhochschulen.
Im Mittelpunkt meines Forschungsaufenthalts standen drei Schwerpunkte:
- Analyse von Lehrwerken und deren Integration von Mediation- und Übersetzungsaspekten,
- Durchführung von Interviews und Umfragen mit Lehrenden, Lernenden, Lehrwerksautorinnen und -autoren sowie Verlagsvertretungen,
- Unterrichtsbeobachtungen und Erhebung qualitativer und quantitativer Daten zur Rolle der Mediation und Translation im Lernprozess.
Ein zentrales Ziel war die praxisorientierte Aufbereitung der Ergebnisse. Diese sollen einerseits in meine Lehrveranstaltungen einfließen und andererseits die Grundlage für die geplante Publikation meiner Dissertation bilden.
Der Forschungsaufenthalt umfasste eine Kombination aus Literaturarbeit, empirischen Erhebungen und wissenschaftlichem Austausch. Besonders hilfreich waren die enge Betreuung durch Prof. Dr. Sebastian Maisel (Universität Leipzig) und das wertvolle Feedback von Prof. Dr. Karin Kleppin (Ruhr-Universität Bochum). Auch die Teilnahme an Workshops zu neuen Ansätzen im Fremdsprachenunterricht hat sich als bereichernd erwiesen.
Zu den wichtigsten Aktivitäten gehörten:
- Interviews mit Lehrwerksautorinnen und -autoren,
- Teilnahme an Workshops,
- Gespräche mit Verlagsvertretungen,
- qualitative Lehrwerkanalysen,
- Umfragen mit Lernenden und Lehrenden,
- Bibliotheksarbeit zur Sichtung aktueller Forschungsliteratur.
Darüber hinaus konnte ich die GJU und die Studienbedingungen in Jordanien vorstellen. Das positive Feedback der Austauschkoordinatorinnen und -koordinatoren zu den Leistungen der GJU-Studierenden war hierbei besonders erfreulich.
Trotz der Einschränkungen durch die Überschneidung mit der Prüfungsphase an den Partneruniversitäten in Deutschland konnten wichtige Ergebnisse erzielt werden.
Die zentralen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Einblicke in aktuelle Herausforderungen beim Einsatz von Mediation und Übersetzungsaufgaben im Fremdsprachenunterricht.
- Erkenntnisse zur Integration von Mediation und Translation in Lehrwerke und Unterrichtspraxis,
- Ausbau des wissenschaftlichen Netzwerks durch Kontakte mit Partneruniversitäten in Deutschland.
Diese Ergebnisse werden sowohl in meine Lehrveranstaltungen als auch in eine Publikation im Rahmen meiner Promotion einfließen. Darüber hinaus werde ich sie in einem geplanten Vortrag auf der internationalen Konferenz an der GJU im Dezember 2025 thematisieren.
Der Forschungsaufenthalt war für meine persönliche und wissenschaftliche Entwicklung sehr wertvoll. Ich konnte meine interkulturelle Sensibilität stärken, neue Kontakte knüpfen und meine Forschungskompetenzen im Bereich Mediation und Translation erweitern.
Für die GJU bedeutet der Forschungsaufenthalt eine Vertiefung der akademischen Beziehungen zu den deutschen Partnerhochschulen und die Eröffnung neuer Kooperationsmöglichkeiten.
Das Staff Mobility Program erweist sich damit als ein wichtiges Instrument zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs und zur Stärkung der Kooperation zwischen der GJU und den Partneruniversitäten in Deutschland. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, daran teilgenommen zu haben.
Tarik Boutaib
Promotionsbetreuer: Prof. Dr. Sebastian Maisel
Institutsleiter, Orientalisches Institut,
Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften
Universität Leipzig
sebastian.maisel@uni-leipzig.de
Telefon: +49 341 97 37202
